Japanisch inspiriertes Matcha Gâteau au Chocolat
Intensiver Matcha, cremige weisse Schokolade und eine wunderbar saftige Konsistenz: Dieser Matcha-Kuchen mit weisser Schokolade ist eine japanisch inspirierte Variante des klassischen französischen Gâteau au Chocolat.
Anders als ein gewöhnlicher Rühr- oder Biskuitkuchen enthält dieser Kuchen nur wenig Mehl. Zusammen mit aufgeschlagenem Eiweiss entsteht dadurch eine besondere Konsistenz – irgendwo zwischen Kuchen, Brownie und Soufflé.
Die Kombination aus Matcha und weisser Schokolade funktioniert dabei besonders gut: Die cremige Süsse der Schokolade gleicht die leicht herben Matcha-Noten aus, ohne den typischen Geschmack des grünen Tees zu überdecken.
Serviert mit etwas Matcha, frischen Erdbeeren oder Himbeeren wird daraus ein elegantes Dessert für alle Matcha-Liebhaber.
Inhalt
🍵 Matcha-Kuchen auf einen Blick
Form: 15 cm rund
Portionen: ca. 6–8 Stück
Vorbereitung: ca. 20 Minuten
Backzeit: ca. 40–42 Minuten
Kühlzeit: mindestens 3–4 Stunden
Schwierigkeit: Mittel
Zutaten
Für den Matcha-Kuchen
- 90 g weisse Schokolade
- 50 g ungesalzene Butter
- 20 g 100 % reines Matcha-Pulver
- 90 ml Vollrahm, ca. 35 % Fett
- 3 grosse Eier
- 90 g Zucker
- 25 g Cake Flour oder feines, proteinarmes Mehl
- 1 kleine Prise Salz
Zum Servieren
- ½–1 TL Matcha zum Bestäuben
- frische Erdbeeren oder Himbeeren
- etwas Schlagrahm nach Geschmack
MusMir Tipp 🍵
Fürs Backen ist vor allem wichtig, dass du 100 % reines Matcha-Pulver verwendest – also keine fertige Matcha-Latte-Mischung mit Zucker oder Milchpulver.
Ein Matcha mit kräftiger grüner Farbe und ausgewogenem Geschmack sorgt gleichzeitig für ein schönes Ergebnis und ein deutliches Matcha-Aroma.
Zubereitung
1. Backofen und Form vorbereiten
Den Backofen auf 180 °C Ober-/Unterhitze vorheizen.
Eine runde Kuchenform mit 15 cm Durchmesser am Boden und an den Seiten mit Backpapier auslegen.
2. Weisse Schokolade und Butter schmelzen
Die weisse Schokolade in kleine Stücke schneiden und zusammen mit der Butter in eine hitzebeständige Schüssel geben.
Über einem Wasserbad langsam schmelzen und vorsichtig verrühren, bis eine glatte Masse entstanden ist.
Alternativ kannst du Schokolade und Butter in kurzen Intervallen in der Mikrowelle erwärmen. Dazwischen immer wieder umrühren.
Den Vollrahm separat leicht erwärmen.
Wichtig: Der Rahm soll warm, aber nicht kochend sein.
3. Matcha einarbeiten
Den Matcha durch ein feines Sieb direkt zur geschmolzenen Schokoladen-Butter-Mischung geben.
Sorgfältig verrühren, bis keine Matcha-Klümpchen mehr sichtbar sind.
Danach den warmen Rahm langsam dazugeben und alles zu einer glatten, glänzenden Masse verrühren.
Warum sollte Matcha gesiebt werden?
Matcha ist sehr fein gemahlen und bildet deshalb schnell kleine Klümpchen.
Durch das Sieben verteilt er sich gleichmässiger im Teig. Das verbessert sowohl die Farbe als auch den Geschmack des fertigen Kuchens.
4. Eier trennen
Die Eier vorsichtig trennen.
Die drei Eigelb zusammen mit 45 g Zucker aufschlagen, bis die Mischung heller und leicht cremig wird.
Anschliessend die Matcha-Schokoladen-Mischung langsam unterrühren.
Das Mehl durchsieben, zusammen mit einer kleinen Prise Salz dazugeben und nur so lange verrühren, bis alles miteinander verbunden ist.
Nicht unnötig lange rühren.
5. Eischnee zubereiten
Die Eiweisse in eine saubere und fettfreie Schüssel geben.
Zunächst aufschlagen, bis sie schaumig werden.
Nun die restlichen 45 g Zucker nach und nach dazugeben und weiterschlagen, bis ein glänzender Eischnee mit mittleren bis festen Spitzen entsteht.
Wenn du den Schneebesen anhebst, sollte die Spitze stehen bleiben und sich leicht nach unten biegen.
Der Eischnee sorgt später für die leichte, fast souffléartige Struktur des Kuchens.
6. Eischnee unterheben
Zunächst etwa ein Drittel des Eischnees unter die Matcha-Masse rühren. Dadurch wird der relativ schwere Schokoladenteig etwas leichter.
Anschliessend den restlichen Eischnee in zwei Portionen vorsichtig mit einem Teigschaber unterheben.
Nicht kräftig rühren.
Je mehr Luft im Eischnee erhalten bleibt, desto schöner wird die Konsistenz des Kuchens.
7. Matcha-Kuchen backen
Den Teig in die vorbereitete Kuchenform füllen und die Oberfläche vorsichtig glattstreichen.
Die Form ein- bis zweimal leicht auf die Arbeitsfläche klopfen, um besonders grosse Luftblasen zu entfernen.
Nun backen:
180 °C Ober-/Unterhitze für 20 Minuten
Danach die Temperatur auf ungefähr:
165 °C reduzieren und weitere 20–22 Minuten backen.
Da jeder Backofen etwas anders arbeitet, solltest du besonders gegen Ende auf den Kuchen achten.
Die Mitte darf noch leicht weich wirken. Der Kuchen soll nicht vollständig trocken gebacken werden.
Ein klassischer Stäbchentest eignet sich für diese Art von Kuchen deshalb nicht besonders gut.
Die leicht feuchte Mitte ist gewollt und sorgt nach dem Abkühlen für die cremige, fast brownieartige Konsistenz.
Jetzt kommt der wichtigste Teil: Abkühlen
Auch wenn der Duft verlockend ist: Den Kuchen nicht sofort anschneiden.
Zunächst vollständig abkühlen lassen.
Danach abgedeckt für mindestens 3–4 Stunden in den Kühlschrank stellen.
Noch besser kannst du ihn bereits am Vorabend vorbereiten und über Nacht kühlen.
Die Konsistenz verändert sich abhängig davon, wie du den Kuchen servierst:
Direkt aus dem Kühlschrank
Dicht, cremig und fast trüffelartig.
Bei Raumtemperatur
Weicher und etwas kuchenartiger.
Leicht angewärmt
Besonders weich und schmelzend, während Matcha und weisse Schokolade aromatischer wirken.
🍓 So servierst du den Matcha-Kuchen
Bei diesem Kuchen braucht es gar nicht viel Dekoration.
Bestäube die Oberfläche unmittelbar vor dem Servieren mit einer dünnen Schicht Matcha.
Dazu passen besonders gut:
- frische Erdbeeren
- Himbeeren
- etwas Schlagrahm
- Vanilleglace
- eine Tasse Grüntee
- oder natürlich frisch zubereiteter Matcha
Besonders Erdbeeren und Himbeeren passen geschmacklich hervorragend zur Süsse der weissen Schokolade und bringen gleichzeitig einen schönen farblichen Kontrast zum kräftigen Grün des Matcha.
🍵 Optional: Matcha-Ganache mit weisser Schokolade
Du möchtest den Kuchen noch etwas besonderer machen?
Dann kannst du ihn mit einer dünnen Schicht Matcha-White-Chocolate-Ganache verfeinern.
Zutaten
- 60 g weisse Schokolade
- 25 g Vollrahm
- 2–3 g Matcha
Zubereitung
Die weisse Schokolade fein hacken und in eine kleine Schüssel geben.
Den Rahm erwärmen, aber nicht kochen.
Über die Schokolade giessen und ungefähr eine Minute stehen lassen.
Danach langsam verrühren, bis eine glatte Ganache entstanden ist.
Den Matcha durchsieben und sorgfältig einrühren.
Die Ganache etwas abkühlen lassen und anschliessend als dünne Schicht über den vollständig gekühlten Kuchen verteilen.
So entstehen drei besonders schöne Geschmackskomponenten:
🍵 herber Matcha → 🍫 cremige weisse Schokolade → 🍓 fruchtige Beeren
Wie viel Matcha braucht man für einen Matcha-Kuchen?
Für diesen Kuchen verwenden wir 20 g Matcha auf eine 15-cm-Kuchenform.
Das ergibt einen deutlich wahrnehmbaren Matcha-Geschmack und eine kräftige Farbe.
Wie intensiv das Ergebnis am Ende wird, hängt allerdings auch vom verwendeten Matcha ab.
Matcha kann je nach Sorte unterschiedlich herb, mild oder umamireich schmecken.
Wenn du besonders empfindlich auf kräftige Matcha-Aromen reagierst, kannst du die Menge etwas reduzieren.
Warum passen Matcha und weisse Schokolade zusammen?
Matcha besitzt charakteristische pflanzliche, leicht herbe und umamireiche Geschmacksnoten.
Weisse Schokolade bringt dagegen Süsse, Fett und Cremigkeit mit.
Genau dieser Kontrast macht die Kombination interessant.
Die weisse Schokolade mildert einen Teil der Bitterkeit des Matcha, während der Matcha der ausgeprägten Süsse der Schokolade ein kräftiges Gegenaroma gibt.
Deshalb wird diese Kombination auch bei japanisch inspirierten Matcha-Desserts gerne verwendet.
Welcher Matcha eignet sich zum Backen?
Für einen Matcha-Kuchen solltest du vor allem auf drei Dinge achten:
- 100 % Matcha ohne Zucker oder Milchpulver
- eine möglichst frische, kräftig grüne Farbe
- einen Geschmack, der dir persönlich gefällt
Du musst fürs Backen nicht zwingend deinen teuersten Matcha verwenden.
Da Schokolade, Zucker und Hitze die besonders feinen Geschmacksnuancen teilweise überdecken, eignet sich auch ein guter Matcha für Latte und Desserts.
Bei MusMir findest du verschiedene Matcha-Sorten für unterschiedliche Zubereitungsarten.
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Wie bewahre ich den Matcha-Kuchen auf?
Den vollständig ausgekühlten Kuchen am besten gut abgedeckt oder in einem luftdichten Behälter im Kühlschrank aufbewahren.
Wir empfehlen, ihn innerhalb von etwa drei Tagen zu geniessen.
Für eine weichere Konsistenz kannst du ein Stück vor dem Servieren etwa 15–20 Minuten bei Raumtemperatur stehen lassen.
Mit Matcha solltest du den Kuchen möglichst erst kurz vor dem Servieren bestäuben. So bleibt die Farbe schöner.
Häufige Fragen zum Matcha-Kuchen
Kann ich dunkle Schokolade statt weisser Schokolade verwenden?
Für dieses Rezept empfehlen wir weisse Schokolade.
Dunkle Schokolade bringt einen deutlich kräftigeren Kakao-Geschmack mit und würde daraus geschmacklich einen anderen Kuchen machen.
Ausserdem können sich durch den unterschiedlichen Fett- und Kakaogehalt Konsistenz und Backverhalten verändern.
Wenn du dunkle Schokolade verwenden möchtest, solltest du deshalb besser ein Rezept nutzen, das speziell dafür entwickelt wurde.
Kann ich Ceremonial Matcha verwenden?
Ja, grundsätzlich kannst du auch Ceremonial Matcha zum Backen verwenden.
Es ist jedoch nicht zwingend notwendig.
Beim Backen werden die sehr feinen Nuancen eines hochwertigen Matcha teilweise von Zucker, Schokolade und anderen Zutaten überlagert.
Wichtiger ist, dass du 100 % reinen und angenehm schmeckenden Matcha verwendest.
Warum fällt der Kuchen nach dem Backen etwas zusammen?
Ein leichtes Zusammenfallen ist bei dieser Art von Matcha Gâteau au Chocolat normal.
Ein Teil seiner Struktur entsteht durch das aufgeschlagene Eiweiss. Während des Backens dehnt sich die eingeschlossene Luft aus und der Kuchen geht auf.
Beim Abkühlen zieht er sich wieder etwas zusammen.
Das trägt zu seiner dichten und cremigen Konsistenz bei.
Warum soll ich keinen Stäbchentest machen?
Die Mitte dieses Kuchens soll bewusst weich und feucht bleiben.
Ein Holzstäbchen würde deshalb möglicherweise noch etwas feuchten Teig oder Schokolade aufnehmen, obwohl der Kuchen bereits fertig gebacken ist.
Achte stattdessen auf die Oberfläche und darauf, dass der Kuchen gesetzt ist, während die Mitte noch leicht weich bleibt.
Kann ich den Matcha-Kuchen am Vortag vorbereiten?
Ja – sogar sehr gut.
Nach einigen Stunden im Kühlschrank wird die Konsistenz deutlich fester und cremiger.
Du kannst den Kuchen deshalb problemlos am Vortag backen und über Nacht kühlen.
Matcha und Dekoration am besten erst kurz vor dem Servieren daraufgeben.
Matcha-Kuchen mit weisser Schokolade: unser Fazit
Dieser Matcha-Kuchen mit weisser Schokolade ist eine besondere Alternative zum klassischen Schokoladenkuchen und lässt sich sehr gut am Vortag vorbereiten.
Durch wenig Mehl, aufgeschlagenes Eiweiss, Matcha und weisse Schokolade entsteht eine saftige, cremige Textur mit intensivem Matcha-Geschmack.
Pur schmeckt er bereits hervorragend. Mit frischen Erdbeeren, Himbeeren oder einer dünnen Matcha-Ganache wird daraus ein elegantes Dessert für besondere Gelegenheiten – oder einfach für den nächsten gemütlichen Matcha-Moment zu Hause.
Viel Freude beim Backen und Geniessen! 🍵
Quellen & Rezept-Inspiration
Dieses Rezept ist eine von MusMir angepasste Version eines japanisch inspirierten Matcha Gâteau au Chocolat. Mengen und Zubereitung orientieren sich insbesondere an veröffentlichten Rezepttechniken von Okonomi Kitchen und Just One Cookbook. Für zusätzliche Informationen zur gekühlten und zimmerwarmen Textur wurde das Rezept von Nakamura Tokichi Honten herangezogen.
Okonomi Kitchen – Matcha Gâteau au Chocolat
Originalrezept bei Okonomi Kitchen ansehen
Just One Cookbook – Matcha Gateau au Chocolat
Rezept bei Just One Cookbook ansehen
Nakamura Tokichi Honten – Matcha Gateau Chocolat
Rezept von Nakamura Tokichi Honten ansehen